Urlaubsvorgriff nur nach Vereinbarung

Durch einen Urlaubsvorgriff soll dem Arbeitnehmer ermöglicht werden, einen Teil des ihm erst im nächsten Jahr gebührenden Urlaubs bereits vorweg zu verbrauchen. Ein solcher Urlaubsvorgriff ist zwar zulässig, bedarf aber einer Vereinbarung der Arbeitsvertragsparteien.

Fehlt es an einer (ausdrücklichen oder schlüssigen) Vereinbarung, dann ist davon auszugehen, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen über den gesetzlichen Mindestanspruch hinausgehenden zusätzlichen Urlaub ohne Anrechnung auf den dem Arbeitnehmer im nächsten Urlaubsjahr gebührenden Urlaub gewährt hat.

OGH 29. 1. 2015, 9 ObA 135/14i