Archiv der Kategorie: Steuer-News

Erstellung eines Jahresbelegs bei Registrierkassen

 

Wer eine Registrierkasse hat,  muss mit Ablauf jedes Kalenderjahres den Monatsbeleg, der den Zählerstand zum Jahresende enthält (Jahresbeleg), auszudrucken, prüfen und 7 Jahre aufbewahren.

 

Bitte beachten Sie am Jahresende diese beiden Schritte:

1.) Zum Abschluss Ihres Geschäftsjahres müssen Sie mit jeder Registrierkasse einen Jahresbeleg erstellen. Der Jahresbeleg ist der Monatsbeleg für Dezember. Wie jeder andere Monatsbeleg ist auch der Monatsbeleg Dezember ein Nullbeleg. Daher: Jahresbeleg = Monatsbeleg Dezember = Nullbeleg

2.) Zur verpflichtenden Überprüfung des Manipulationsschutzes Ihrer Registrierkassen brauchen Sie den Jahresbeleg.

Wie funktioniert´s?

1.) Erstellung des Jahresbeleges

Erstellen Sie Ihren Jahresbeleg (Monatsbeleg Dezember) bis zum 31. Dezember des Kalenderjahres. Der Jahresbeleg kann wie jeder andere Nullbeleg durch Eingabe des Wertes 0 erstellt werden. Diesen Ausdruck bewahren Sie bitte 7 Jahre lang auf.

Wenn Ihre Registrierkasse den Jahresbeleg elektronisch erstellt und über das Registrierkassen-Webservice zur Prüfung an FinanzOnline übermittelt, brauchen Sie den Jahresbeleg nicht auszudrucken und aufzuheben. Überprüfen Sie, ob Ihre Kasse diese Voraussetzungen erfüllt. Auch Ihr Kassenhersteller kann Ihnen dabei weiterhelfen.

Für die Erstellung des Jahresbeleges brauchen Sie die Signaturerstellungseinheit (Sicherheitskarte). Funktioniert diese gerade nicht, so erstellen und prüfen Sie Ihren Jahresbeleg bitte unmittelbar nach Ende des Ausfalls.

2.) Prüfung des Jahresbeleges

Die verpflichtende Überprüfung Ihres Manipulationsschutzes kann manuell mit der BMF Belegcheck-App oder automatisiert über ein Registrierkassen-Webservice durchgeführt werden.

Wichtig: die Überprüfung des Jahresbeleges (manuell oder automatisiert) muss spätestens bis zum 15. Februar des Folgejahres passieren. Dies gilt auch, wenn diese verpflichtende Überprüfung durch Ihre steuerliche Vertretung erfolgt. Bitte beachten Sie diese Frist, denn eine Prüfung nach dem 15.2. könnte als Finanzordnungswidrigkeit ausgelegt werden.

Was tun, wenn…

…Sie ein Geschäft betreiben, das am 31.12. über Mitternacht hinaus Barumsätze erwirtschaftet?
Dann dürfen Sie den Jahresbeleg nach dem letzten Barumsatz des 31.12. bzw. unmittelbar vor Beginn des folgenden Geschäftstages erstellen, wenn Sie die Umsätze nach Mitternacht in Ihrer Buchhaltung dem 31.12. zurechnen.

…Sie einen Saisonbetrieb haben und Ihr letzter Barumsatz war z.B. im September?
Dann wird der Monatsbeleg September (Nullbeleg September) als Jahresbeleg akzeptiert. Die Prüfung dieses Beleges können Sie unmittelbar nach der Erstellung durchführen und müssen dafür nicht bis zum Ende des Kalenderjahres warten.

Fiduzia Steuerberatung, Gerwin Kürzl

Gewinnfreibetrag: Bis zu € 22.680 Steuern sparen!

Die Beschränkung zur Geltendmachung des Gewinnfreibetrags, ausschließlich in Wohnbauanleihen investieren zu dürfen, ist ab der Veranlagung 2017 wieder gefallen.

Jetzt dürfen Unternehmer, die einen entsprechenden Gewinnfreibetrag geltend machen können, wieder in andere Wertpapiere investieren. Ab 2017 dürfen Wertpapiere, die auch zur Deckung von Personalrückstellungen verwendet werden dürfen, erworben werden (Bundesanleihen, Bankschuldverschreibungen, Industrieobligationen, Options- und Umtauschanleihen, bestimmte Investment- und Immobilienfonds und Garantiezertifikate).
Wie bisher können bis zu 13 Prozent des steuerlichen Gewinnes steuerfrei veranlagt werden.

Bis zu einem Gewinn von 30.000 Euro sind automatisch und ohne jede weitere Voraussetzung 13 Prozent des Gewinnes steuerfrei.

Bei Übersteigen des Gewinns müssen noch bis 31.12.2017 Investitionen in begünstige Wirtschaftsgüter getätigt werden, um vom investitionsbedingten Gewinnfreibetrag zu profitieren

Der Gewinnfreibetrag ist wie folgt gestaffelt:

13 Prozent bis zu einem Gewinn von 175.000 Euro
7 Prozent für den Gewinnanteil zwischen 175.000 und 350.000 Euro
4,5 Prozent für den Gewinnanteil zwischen 350.000 und 580.000 Euro
Die maximale Steuerersparnis beträgt etwa 22.680 Euro

Als begünstigte Wirtschaftsgüter können neben Wertpapieren abnutzbare, körperliche Wirtschaftsgüter verwendet werden. (Ausnahmen sind PKW, geringwertige Wirtschaftsgüter, gebrauchte Wirtschaftsgüter, Wirtschaftsgüter, deren Nutzungsdauer geringer als vier Jahre ist)

Zur Geltendmachung sind die entsprechenden Investitionen unbedingt bis zum 31. Dezember 2017 vorzunehmen!

Für weitere Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter!

Fiduzia Steuerberatung, Mag. Dr. Gerwin Kürzl

aws KMU-Investitionszuwachsprämie Infos wurden veröffentlicht

Nach langem Warten wurden nunmehr auf der Homepage der aws die Richtlinien für die KMU-Investitionszuwachsprämie veröffentlicht. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zur ausgelaufenen Investitionszuwachsprämie. Anträge können ab sofort gestellt werden. Die Details finden Sie hier.

Was wird gefördert?

Materielle aktivierungspflichtige Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen, die in einer Betriebsstätte in Österreich realisiert werden und die z. B. eine Errichtung/ Erweiterung der Betriebsstätte, eine Diversifizierung der Produkte/Dienstleistungen oder eine Änderung des Produktionsprozesses zum Inhalt haben, und die bei Kleinst- und Kleinunternehmen zumindest um EUR 50.000,00 (Investitionszuwachs) und bei Mittleren Unternehmen zumindest im EUR 100.000,00 höher liegen als der Wert der durchschnittlichen aktivierten Anschaffungs- und Herstellungskosten der letzten drei Geschäftsjahre (spätestens neun Monate nach Bilanzstichtag ist der aktuellste Jahresabschluss heranzuziehen).
Förderbare Kosten:

Materielle aktivierungspflichtige Neuinvestitionen Art und Umfang der Förderung Der Zuschuss beträgt im Einzelfall für Kleinst- und Kleinunternehmen bis zu 15 % des Investitionszuwachses von zumindest EUR 50.000,00 bis zu EUR 450.000,00 und für Mittlere Unternehmen bis zu 10 % des Investitionszuwachses von zumindest EUR 100.000,00 bis zu EUR 750.000,00.

Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt als Einmalbetrag.
Nicht förderbare Kosten:
— Kosten bzw. Rechnungen sowie deren Bestellung, die vor Antragstellung entstanden sind oder gelegt wurden
— leasingfinanzierte und gebrauchte Wirtschaftsgüter (einschließlich Vorführgeräten und -maschinen)
— Ankauf von Fahrzeugen (sowie deren Zubehör), die auch Transportzwecken dienen (ausgenommen innerbetriebliche Transportmittel, z. B. Stapler etc.)
— immaterielle Investitionen
— laufende Betriebskosten (Personalkosten, Betriebsmittel und laufende Miet- und Pachtzahlungen)
— Kosten, die nicht in einem Zusammenhang mit einer unternehmerischen Investition stehen (z. B. Privatanteile als Bestandteil der Projektkosten)
— Investitionen, für welche die Finanzierung nicht gesichert ist
— Vergnügungsetablissements, Nachtlokale, Spielkasinos, öffentliche Garagen
— Investitionen von Unternehmen, die unter geschützten Konkurrenzbedingungen tätig sind (z. B. Trafiken)
— Grundstücke
— Finanzanlagen
— Finanzierungskosten und Betriebsabgänge
— aktivierte Eigenleistungen
— Kosten, die aus einem Unternehmenskauf/einer Unternehmensübernahme resultieren (z. B. Firmenwert, Übernahme/Ankauf bereits bestehender Investitionen – „Übernahmekosten“)
— Ankauf von Musik- und Spielautomaten
— Umsatzsteuer
— Projekte mit förderbaren Kosten in Höhe von über EUR 5 Mio.

Aktuelle Zinssätze (ab 1.1.2017)

Wichtige Zinssätze ab 1. 1. 2017

 

Anspruchszinsen (§ 205 Abs 2 BAO) 1,38 %
Beschwerdezinsen für Abgabenschulden (§ 205a BAO) 1,38 %
Stundungszinsen für Abgabenschuldigkeiten (§ 212 Abs 2 BAO) 3,88 %
Aussetzungszinsen (§ 212a Abs 9 BAO) 1,38 %
Verzugszinsen für die Ausgleichstaxe (§ 9 Abs 5 BEinstG) 3,38 %
Zinsen für Forderungen aus Dienstverhältnissen (§ 49a ASGG) 8,58 %

Verzugszinsen für fällige ASVG- und GSVG-Beiträge, die trotz Fälligkeit nicht bis spätestens zum 15. des Folgemonats entrichtet worden sind, ab 1. 1. 2017 deutlich gesenkt und betragen ab diesem Zeitpunkt nur noch 3,38 % (2016: 7,88 %).

Ausgleichstaxe nach dem Behinderteneinstellungsgesetz für 2017

Verordnung des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz über die Feststellung der Ausgleichstaxe nach dem Behinderteneinstellungsgesetz für das Kalenderjahr 2017

Alle Dienstgeber, die im Bundesgebiet 25 oder mehr Dienstnehmer beschäftigen, sind grundsätzlich verpflichtet, auf je 25 Dienstnehmer mindestens einen begünstigten Behinderten einzustellen. Erfüllt der Dienstgeber diese Beschäftigungspflicht nicht, hat er eine Ausgleichstaxe für das jeweils abgelaufene Kalenderjahr zu entrichten (§ 1 iVm § 9 BEinstG).
Die Höhe der Ausgleichstaxe ist von der Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer abhängig und wird jährlich angepasst.

Im Kalenderjahr 2017 beträgt die Ausgleichstaxe für jeden einzelnen begünstigten Behinderten, der zu beschäftigen wäre,

für Arbeitgeber mit 25 bis 99 Arbeitnehmern monatlich € 253,- (2016: € 251,-),
für Arbeitgeber mit 100 bis 399 Arbeitnehmern monatlich € 355,- (2016: € 352-) und
für Arbeitgeber mit 400 oder mehr Arbeitnehmern monatlich € 377,- (2016: € 374,-).