Archiv der Kategorie: Steuer-News

Ausgleichstaxe nach dem Behinderteneinstellungsgesetz für 2020

Alle Dienstgeber, die im Bundesgebiet 25 oder mehr Dienstnehmer beschäftigen, sind grundsätzlich verpflichtet, auf je 25 Dienstnehmer mindestens einen begünstigten Behinderten einzustellen. Erfüllt
der Dienstgeber diese Beschäftigungspflicht nicht, hat er eine Ausgleichstaxe für das jeweils abgelaufene Kalenderjahr zu entrichten.
Die Höhe der Ausgleichstaxe ist von der Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer abhängig und wird jährlich angepasst. Im Kalenderjahr 2020 beträgt die Ausgleichstaxe für jeden einzelnen begünstigten Behinderten, der zu beschäftigen wäre,
• für Arbeitgeber mit 25 bis 99 Arbeitnehmern monatlich € 267,- (2019: € 262,-),
• für Arbeitgeber mit 100 bis 399 Arbeitnehmern monatlich € 375,- (2019: € 368,-) und
• für Arbeitgeber mit 400 oder mehr Arbeitnehmern monatlich € 398,- (2019: € 391,-).

Gewinnfreibetrag: Bis zu € 22.680 Steuern sparen!

Die Beschränkung zur Geltendmachung des Gewinnfreibetrags, ausschließlich in Wohnbauanleihen investieren zu dürfen, ist ab der Veranlagung 2017 wieder gefallen.

Jetzt dürfen Unternehmer, die einen entsprechenden Gewinnfreibetrag geltend machen können, wieder in andere Wertpapiere investieren. Ab 2017 dürfen Wertpapiere, die auch zur Deckung von Personalrückstellungen verwendet werden dürfen, erworben werden (Bundesanleihen, Bankschuldverschreibungen, Industrieobligationen, Options- und Umtauschanleihen, bestimmte Investment- und Immobilienfonds und Garantiezertifikate).
Wie bisher können bis zu 13 Prozent des steuerlichen Gewinnes steuerfrei veranlagt werden.

Bis zu einem Gewinn von 30.000 Euro sind automatisch und ohne jede weitere Voraussetzung 13 Prozent des Gewinnes steuerfrei.

Bei Übersteigen des Gewinns müssen noch bis 31.12.2017 Investitionen in begünstige Wirtschaftsgüter getätigt werden, um vom investitionsbedingten Gewinnfreibetrag zu profitieren

Der Gewinnfreibetrag ist wie folgt gestaffelt:

13 Prozent bis zu einem Gewinn von 175.000 Euro
7 Prozent für den Gewinnanteil zwischen 175.000 und 350.000 Euro
4,5 Prozent für den Gewinnanteil zwischen 350.000 und 580.000 Euro
Die maximale Steuerersparnis beträgt etwa 22.680 Euro

Als begünstigte Wirtschaftsgüter können neben Wertpapieren abnutzbare, körperliche Wirtschaftsgüter verwendet werden. (Ausnahmen sind PKW, geringwertige Wirtschaftsgüter, gebrauchte Wirtschaftsgüter, Wirtschaftsgüter, deren Nutzungsdauer geringer als vier Jahre ist)

Zur Geltendmachung sind die entsprechenden Investitionen unbedingt bis zum 31. Dezember 2017 vorzunehmen!

Für weitere Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter!

Fiduzia Steuerberatung, Mag. Dr. Gerwin Kürzl

aws KMU-Investitionszuwachsprämie Infos wurden veröffentlicht

Nach langem Warten wurden nunmehr auf der Homepage der aws die Richtlinien für die KMU-Investitionszuwachsprämie veröffentlicht. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zur ausgelaufenen Investitionszuwachsprämie. Anträge können ab sofort gestellt werden. Die Details finden Sie hier.

Was wird gefördert?

Materielle aktivierungspflichtige Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen, die in einer Betriebsstätte in Österreich realisiert werden und die z. B. eine Errichtung/ Erweiterung der Betriebsstätte, eine Diversifizierung der Produkte/Dienstleistungen oder eine Änderung des Produktionsprozesses zum Inhalt haben, und die bei Kleinst- und Kleinunternehmen zumindest um EUR 50.000,00 (Investitionszuwachs) und bei Mittleren Unternehmen zumindest im EUR 100.000,00 höher liegen als der Wert der durchschnittlichen aktivierten Anschaffungs- und Herstellungskosten der letzten drei Geschäftsjahre (spätestens neun Monate nach Bilanzstichtag ist der aktuellste Jahresabschluss heranzuziehen).
Förderbare Kosten:

Materielle aktivierungspflichtige Neuinvestitionen Art und Umfang der Förderung Der Zuschuss beträgt im Einzelfall für Kleinst- und Kleinunternehmen bis zu 15 % des Investitionszuwachses von zumindest EUR 50.000,00 bis zu EUR 450.000,00 und für Mittlere Unternehmen bis zu 10 % des Investitionszuwachses von zumindest EUR 100.000,00 bis zu EUR 750.000,00.

Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt als Einmalbetrag.
Nicht förderbare Kosten:
— Kosten bzw. Rechnungen sowie deren Bestellung, die vor Antragstellung entstanden sind oder gelegt wurden
— leasingfinanzierte und gebrauchte Wirtschaftsgüter (einschließlich Vorführgeräten und -maschinen)
— Ankauf von Fahrzeugen (sowie deren Zubehör), die auch Transportzwecken dienen (ausgenommen innerbetriebliche Transportmittel, z. B. Stapler etc.)
— immaterielle Investitionen
— laufende Betriebskosten (Personalkosten, Betriebsmittel und laufende Miet- und Pachtzahlungen)
— Kosten, die nicht in einem Zusammenhang mit einer unternehmerischen Investition stehen (z. B. Privatanteile als Bestandteil der Projektkosten)
— Investitionen, für welche die Finanzierung nicht gesichert ist
— Vergnügungsetablissements, Nachtlokale, Spielkasinos, öffentliche Garagen
— Investitionen von Unternehmen, die unter geschützten Konkurrenzbedingungen tätig sind (z. B. Trafiken)
— Grundstücke
— Finanzanlagen
— Finanzierungskosten und Betriebsabgänge
— aktivierte Eigenleistungen
— Kosten, die aus einem Unternehmenskauf/einer Unternehmensübernahme resultieren (z. B. Firmenwert, Übernahme/Ankauf bereits bestehender Investitionen – „Übernahmekosten“)
— Ankauf von Musik- und Spielautomaten
— Umsatzsteuer
— Projekte mit förderbaren Kosten in Höhe von über EUR 5 Mio.

Verrechnungskonto des Gesellschafters und verdeckte Ausschüttung

1.) Das Vorliegen einer fremdüblichen Geldmittelüberlassung (und damit einer durchsetzbaren Forderung der Gesellschaft gegenüber dem Gesellschafter) ist anhand der Bonität des Gesellschafters und der eingeräumten Sicherheiten zu beurteilen. Dabei ist stets das Gesamtbild der Umstände entscheidend.

2.) Verfügt der Gesellschafter über eine sehr gute Bonität, kommt den Sicherheiten keine entscheidende Bedeutung zu. Verschlechtert sich allerdings im Laufe der Zeit die Bonität des Gesellschafters, kann das unveränderte Fehlen ausreichender Sicherheiten zu einer verdeckten Ausschüttung führen.

3.) Ist die Bonität des Gesellschafters hingegen schlecht, muss dies durch die Einräumung entsprechender Sicherheiten (zB eingetragenes Pfandrecht an einer wertäquivalenten Liegenschaft) ausgeglichen werden.

Finanzpolizei: Niederschrift über die Kassennachschau

Bei der Überprüfung eines Kassensystems (Registrierkassa) durch die Finanzpolizei oder im Rahmen einer Außenprüfung müssen zahlreiche Fragen beantwortet werden. Die Finanzverwaltung verwendet für die Protokollierung das beigefügte Formular KN1 –  Niederschrift über die Kassennachschau.

Da eine Kassennachschau natürlich auf ohne Vorankündigung durchgeführt werden darf, ist es sinnvoll, sich bereits vorab mit den gestellten Fragen und erforderlichen Unterlagen zu beschäftigen.

KN1- Niederschrift über die Kassennachschau

Fiduzia Steuerberatung GmbH,  Gerwin Kürzl